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Renft lebt weiter ohne Renft
Erstes Konzert in neuer Besetzung am vergangenen Sonnabend in Zeulenrodaer Stadthalle
(Von Judith Albig) Zeulenroda. Den Freunden alter Rockmusik der Klaus Renft Combo strömte wohlige Erinnerung durch die Glieder, als der vertraute Sound ertönte - noch dazu reichhaltiger und kraftvoller als in den letzten Jahren: Thomas Schoppe, einzig Verbliebener der ursprünglichen Band, machte mit Marcus Schloussen am Bass und Delle Kriese am Schlagzeug in seiner neuen Heimat Zeulenroda auch einen musikalischen Neuanfang.

Der war möglich geworden durch " Neu-Renftler" Gisbert Piatkowsky mit seiner Gitarre, der nach eigener Aussage ein "Altrocker" ist und nach Beteiligungen an City, Gitarreros, Engerling und anderen rockigen Klangkörpern gegenwärtig auch einen etwas anderen Stil bei Modern Soul pflegt. "Pitti" war von den ersten Klängen an eine deutliche Bereicherung - nicht als Ersatz für den tödlich verunglückten Heinz Prüfer, sondern einfach anders als Heinz.

Während der ersten beiden Titel unterstützte auch Thomas Schoppes Jüngster, der 24-jährige Pius, die Männer der neuen Klaus Renft Combo, und der 62-jährige Vater bestritt nicht nur singend in gewohnter fast exzessiver Leidenschaft den Abend, sondern spielte auch hinreißende Dialoge mit Sohn und Pitti. Der neuen Aufgabenstellung hatten sich deutlich aber auch die beiden anderen Musiker verschrieben: "Wieder mehr spielen bei den Titeln, alte und neue Fans mit Musik, mit instrumentaler und gesanglicher Leistung überzeugen und endlich aufhören, mit der brisanten Vergangenheit hausieren zu gehen" - wie "Monster" Thomas Schoppe" es vor dem Konzert formuliert hatte. Die spielerische Freude und Hingabe an die Instrumente, die ausgedehnten Vor- und Zwischenspiele sowie reizvollen instrumentalen Dialoge beeindruckten tatsächlich an diesem Abend. Sie hätten es noch mehr tun können, wäre die Anlage nicht über ein Qualität förderndes Maß hinaus aufgedreht worden.

Man kann Monsters Argumenten und Optimismus durchaus folgen nach dem Gehörten. Er ist der Überzeugung, dass es noch viele Leute gibt, die den Renft-Stil weiterhin hörern wollen. Zu dieser "Altklientel" seien längst auch ganz junge Leute hinzugekommen, zumal auch junge Bands sich wieder diesem Stil annäherten.

"Wir wollen die alten Titel pflegen und musikalisch ausbauen, ganz klar", sagte der neue Band-Chef. "Aber auf jeden Fall wird das Repertoire erweitert. Wir wollen zeigen, dass wir es noch drauf haben, Neues zu bieten. Mir schweben große Abende in großen Hallen mit großen Gästen vor." Monster schien richtig aufzuleben und sich in Träumen zu verlieren. Nicht zuletzt ist Gisbert Piatkowsky ein wichtiger und anregender Partner dabei. "Mehr aus den Titeln machen, mehr spielen, durch unverwechselbare Musik und virtuoses Spiel überzeugen" will er.

Das Konzert war zwar ein noch immer etwas wehmütiger, aber guter Anfang dafür. (25.09.2007)
[Ostthüringer Zeitung]
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