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Stiller Abschied von Klaus Renft
Freunde und Verwandte kamen gestern am Bestattungshaus in Oettersdorf zusammen
Oettersdorf (OTZ/JA). Neben Verwandten und Freunden nahmen gestern auch Landrat Frank Roßner und der Thüringer SPD-Vorsitzende Christoph Matschie in Oettersdorf Abschied von Klaus Renft - als private Anhänger des Menschen und Musikers.

Die Trauergäste konnten gestern ganz individuell zu dem aufgebahrten Toten treten und sich in ein Kondolenzbuch einschreiben. Klaus Renft lag in vertrauter Kleidung, mit Pullover und Wollmütze, vor den Trauernden. Seine Decke und der Raum ringsum waren geschmückt mit unzähligen Sonnenblumen, weil er, wie seine Lebenspartnerin Heike Stephan erklärte, die Sonne so mochte.

Anschließend trafen sich Familie und Freunde bei herrlichstem Frühherbstwetter in seinem Zuhause der letzten fünf Jahre, dem ehemaligen Pfarrhaus in Löhma. Sie saßen auf der großen Holz-Terasse, auf der er die meisten Stunden seiner Tage in Löhma verbracht hat, erzählten von ihm und versuchten, in einem Sinne an ihn zu denken, wie Papa, Opa, Klaus, Liebster, Renft oder auch Jenni es gewollt hätte: fröhlich und mit einer Bierflasche oder einem Glas Wein in der Hand.

Noch keine Klarheit gibt es bis jetzt über die letzte Ruhestätte für Klaus Renft. Über ein Grab im Garten des Löhmaer Hauses, das der Musiker nach Aussage seiner Lebensgefährtin sich gewünscht hat, ist in der Familie noch nicht entschieden. Außerdem bedarf es dafür einer Ausnahmegehmigung des Landkreises, die auch vom Land mitgetragen werden muss. Landrat Frank Roßner (SPD) erklärte dazu gestern auf OTZ-Anfrage, dass es bislang keinen solchen Antrag der Hinterbliebenen gibt. Sollte er gestellt werden, hätte er damit kein Problem, so Roßner. "Klaus Renft ist eine Person der Zeitgeschichte und somit ein Ausnahmefall."

In den meisten deutschen Bundesländern - so auch in Thüringen - herrscht entgegen vielen anderen europäischen Ländern immer noch Friedhofszwang. Damit hat der letzte Wille eines Toten, z.B. in seinem eigenen Grundstück eine Ruhestätte zu finden, keine rechtliche Bedeutung. Über Ausnahmen muss der Landkreis entscheiden.
(13.10.2006)
[Ostthüringer Zeitung]
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