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Musik und kreative Anregung für die Region hinterlassen
Der DDR-weit verehrte Rockmusiker Klaus Renft lebte seine letzten fünf Jahre in Löhma bei Schleiz
Von OTZ-Redakteurin Judith Albig Schleiz. Im Saale-Orla-Kreis verbindet man mit dem Namen Klaus Renft, der in der Nacht zum Montag gestorben ist, nicht nur eine Legende. Hier hat man auch mit dem Menschen, der wie kaum ein zweiter für die DDR-Rockmusik steht, Bekanntschaft geschlossen. Als Klaus Jentzsch zog er vor ziemlich genau fünf Jahren nach Löhma. Als solcher hatte er zuvor das ehemalige Pfarrhaus, das Haus an der Ortsstraße Nr. 43, gekauft. Und als solcher ist er in der Einwohnermeldekartei der Verwaltungsgemeinschaft "Seenplatte" eingetragen.
In Neustadt erinnert man sich vor allem an eines seiner letzten Konzerte, bei dem er noch seine ganze Kraft geben konnte. Im Wotufa-Saal stand er Anfang dieses Jahres, schon ein halbes Jahr zuvor zum zweiten Mal an Krebs erkrankt, auf der Bühne. Für viele langjährige Renft-Freunde wird er auf ewig so in Erinnerung bleiben. Und dieses Konzert war zudem ein herausragendes in seinem Leben, weil dabei langjährige Vorbehalte und Querelen innerhalb der Ursprungsband für alle sichtbar bröckelten: Neben Klaus Renft standen nicht nur die nach der Wende neu hinzugekommen Mitglieder, sondern auch Cäsar (Peter Gläser) und Monster (Wolfgang Schoppe). Für "Jenni", wie er in der Band hieß, noch drei Jahre zuvor, bei Gesprächen in seinem Haus undenkbar - für die Qualität und das Image der Band jedoch ein Segen. Genauso wie für die Zuhörer, die noch heute regelrecht beseelt davon reden, weil die "Wiedervereinigung" überraschend kam und weil das ganze Konzert wieder die von allen erwartete Stimmung von damals rüberbrachte - die Zeiten auferstehen ließ, da die Renft Combo in den 70ern mit guten Lyrik-Texten ansteckende Rock-Musik machte.

Etwa ein halbes Jahr nach dem Einzug von Klaus Renft und seiner Lebenspartnerin, der Malerin Heike Stephan, wurde in dem kleinen Dorf Löhma, angeregt und initiiert von den beiden, ein Kunstverein gegründet. Mehr und vor allem bisher unübliche Kultur aufs Land zu bringen, war das Anliegen der beiden und ihrer Mitstreiter um Mario Streit aus Chursdorf. Ausstellungen, Lesungen und natürlich auch Konzerte wurden organisiert, oft waren die "Aktiven" von Klaus Renft eingeladen oder empfohlen bzw. seine Verbindungen genutzt worden. Nicht nur mit seiner Musik, auch mit diesem Verein war Klaus Renft eine Bereicherung für unsere Region. Nicht zuletzt stellte er den Raum mit dem passenden Umfeld zur Verfügung: Im Erdgeschoss seines Hauses, immer weiter ausgebaut, befinden sich die Veranstaltungsräume des Löhmaer Kunstvereins.

Bis in diesen Frühsommer hinein gab es im "Hause Renft" Veranstaltungen. Der bisher letzte Auftritt war der der "Butlers", deren Gründer vor 43 Jahren auch Klaus Jentzsch war.

Und nicht zuletzt wird Klaus Renft, solange dieses besteht mit dem Kulturnetzwerk "Weiße Raben" des Saale-Orla-Kreises verbunden sein. Denn er gab ihm den Namen der seltenen, aber deshalb hoch geschätzten Vögel. (10.10.2006)
[Ostthüringer Zeitung]
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