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Großes Musikertreffen der Renft-Combo für Peter "Pjotr" Kschentz
Ein Jahr nach dem Tode von "Pjotr" gaben seine Kollegen von der Klaus Renft-Combo ein großes Gedenkkonzert für ihn auf der Insel Poel, wo Peter Kschentz seine letzten Lebensjahre verbracht hatte.
Kirchdorf An den Kennzeichen der Autos konnte man sehen, dass viele Fans der Renft-Combo auch weite Wege nicht gescheut hatten, bei diesem Ereignis dabei zu sein. Sie wollten einem kreativen Musiker aus dieser legendären Band des Ostens die Ehre erweisen, der vor einem Jahr mit 64 Jahren auf der Insel starb.

Auch für Musiker der alten Besetzung der Band aus den siebziger Jahren war es ein Muss, sich bei dem Konzert einzubringen. So für Peter "Cäsar" Gläser und Thomas "Monster" Schoppe, die mit Stimme und Gitarre den Sound dieser Band prägten. Auch Schlagzeuger Jochen Hohl, der den Musikerberuf aufgegeben hat und nun in Lübeck lebt, hatte sich eingestellt und brachte Kollegen mit, mit denen er dort Blues macht. Ohne denen in irgendeiner Weise nahe treten zu wollen, aber für ihren Blues kam erst richtig Butter bei die Fische – wie man in Lübeck zu sagen pflegt – als die Renft-Leute ihren Gitarrensound drüber setzten und zeigten, dass "sächsischer Blues", wie ihn Cäsar, Monster, Heinz (alle Gitarre und Gesang), Delle am Schlagzeug, Marcus am Bass und Gohlis an den Keyboards zelebrierten, doch etliche Kategorien höher einzuordnen ist und immer noch mit zum Besten gehört, was die deutsche Szene zu bieten hat.

Beklemmend für die Fans war zu hören, dass Bandgründer Klaus Renft selbst mit dem Tode ringt und nicht mehr die Kraft hatte, dabei zu sein. Auch Kuno ist mit Gehörsturz von einem für Musiker fatalen Leiden geplagt und musste zu Hause bleiben. Doch der Abend zeigte – auch wenn sie nicht anwesend sein konnten und Gerulf Pannach sowie Pjotr schon von "Bord" gegangen sind – dass die Renft-Combo nicht untergeht. Musikalisch befindet sie sich auf dem Gipfel der Kreativität und versteht es wie eh und je, ihr Publikum zu packen. Bei Cäsars Flötensolo im "Apfeltraum" oder wenn Monster bis an die Grenzen des stimmlich Möglichen geht und Heinz seine groovenden Riffs pickt, kriegt man immer noch Gänsehaut. Eine delikate Einlage war auch der rein akustische Part von Andrea Timm und Heinz Prüfer mit Liedern von Gerulf Pannach als einem großen ostdeutschen Rockpoeten.

Renft Combo, das ist immer noch deutsche Rockmusik vom Feinsten mit stark mitreißender Musik und starken Texten, die ein breites Spektrum zu bieten hat, die von sinnlich ergreifend bis hin zu ungebremster Lebensfreude reicht, die sich aufs Publikum überträgt. So wusste dieses natürlich noch, dass eine LPG früher hundert Gänse hatte und wie das Krokodil auf der Regenwiese schnaufte, bevor es dann zum Schluss hieß: "Freunde geht, das Fest ist aus!". (T.V.)
(28.08.2006)
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