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Klaus-Renft-Combo elektrisierte ihre Fans
Greifswald (OSTSEE-ZEITUNG/18.11.2003) Manch einen riss es wie elektrisiert aus den Sitzen, als das „Chilenische Metall“ erklang, andere hatten bei „Wer die Rose ehrt“ Tränen in den Augen. Am Ende standen 450 Besucher und forderten Zugabe um Zugabe. Klar, ohne den „Baggerführer Willi“ und das „Gänselieschen“ durfte die Klaus-Renft Combo Sonntagabend das Theater nicht verlassen. Modehändler Jens Krafczyk, der das Konzert organisiert hatte, hörte nur Superlative. „Toll“, „Super“, „Geil“ raunten Gäste ihm abschließend zu. Alle strahlten, waren glücklich und meinten, einen wunderbaren Abend erlebt zu haben.
Fast drei Stunden gehörte dieser einer Band, die ihre große Zeit hatte, als der „Russe noch Sowjetmensch hieß“, wie es der neue Frontmann Christian Kunert, beschrieb. Natürlich erntete der Vergleich Lacher im Publikum. Gänsehaut erzeugte hingegen das „Liebeslied“, erschienen 1973 auf der ersten Amiga-LP der Combo. Mit ihm eröffnete die Band das Konzert.

Es gab erwartungsgemäß aber nicht nur die alten Hits, sondern auch neue. Einige waren so neu, dass gar Insider sie nicht kannten. So eine Humoreske in thüringischer Mundart über Lothar, Ilona und ihren Toyota. Aber auch eine Coverversion eines Puhdys-Titel. „Wenn die sich unserer Songs bedienen, tun wir das eben auch“, meinte Kunert.

Die Klaus-Renft-Combo passte sich in der DDR nicht an. Die DDR tat es erst recht nicht, also wurde die Band verboten. Im September 1975 war das. Nach der Wende feierte Renft ein furioses Comeback. Auch in Greifswald. Denn die Fans, die heute zwischen 40 und 55 Jahren alt sind, haben sie nicht vergessen. Bis heute nicht. Bandleader Klaus Jentzsch (Renft) hat daraus einen einfühlsamen Song gemacht : „Es war da eine Zeit“ heißt er, erschienen 1999. Und ihn gab es Sonntag natürlich auch. Wie die „Rockballade vom kleinen Otto“, „Nach der Schlacht“ und „Wandersmann“.

Man merkte den „alten Säcken“, wie sie sich selbst bezeichnen, an, dass ihnen die Stimmung in Greifswald gut gefiel. Sie spielten sich regelrecht in Ekstase, ob nun Heinz Prüfer an der Gitarre, Pjotr Kschentz am Saxophon, Christian Kunert an den Keybords oder Delle Kriese am Drumset.

Eines wurde dabei auch wieder deutlich: Greifswald braucht dringend sein Volkshaus. „Das nächste Mal lass ich die Renft-Fans vorher mit Schlüsseln die ganzen Sitze rausschrauben“, meinte Krafczyk augenzwinkernd. Und fügte hinzu: „Die machen das!“ (18.11.2003)
[Ostsee-Zeitung]
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