Das Dream-Team des Ost-Rock - LEGENDEN STERBEN NIE!
HOME HISTORIE DISKOGRAPHIE TEXTE GALERIE BAND PRESSE TERMINE FANLADEN GÄSTEBUCH KONTAKT IMPRESSUM
PRESSE
KRC-Artikel aus der Presse
Pressematerial
PRESSE
Viel Kraft in alten Knochen
Die Klaus Renft Combo und ihre Weggefährten gaben sich die Ehre

Putbus (OSTSEE-ZEITUNG) Propheten und Berge haben es sprichwörtlich an sich, dass der eine zum anderen kommt. Manchmal ist es auch anders herum. Diesmal aber kamen sie alle zusammen. Zum „Renft Highlight 2003“. Am Samstag in den Marstall zu Putbus. Thomas „Monster“ Schoppe, die Klaus Renft Combo und Peter „Cäsar“ Gläser und die Spieler. Leider ohne Cäsar. Der lag plötzlich im Krankenhaus.
Als Special Guest angekündigt, trieb zu vorgerückter Stunde der Lübecker Zahnspangenklemptner Jochen Hohl an den Becken sein Unwesen. Monster probte vier Tage mit jungen Musikern aus Stralsund, die allesamt seine Söhne hätten sein können. Einer war es dann auch. Und zelebrierte mit dem Clapton-Klassiker „Tears in Heaven“ eine Mini-Verschnaufpause in der gut vierstündigen Performance.

Und während das ergraute, bierbauchbepackte Publikum nach dem dritten Renft-Song die Luftgitarren aus dem angestaubten Keller holte und die lichte Mähne schüttelte, war sie plötzlich wieder da: die Rebellion aus dem Untergrund. Denn offenbar wollen sich die Herren – auch nach 45 Jahren auf der Bühne – nicht auf ihr Altenteil zurück plumpsen lassen. Obzwar, so schien es, dem jüngeren Schaffen der Herren zwar Respekt, aber kaum Leidenschaft gezollt wurde. Der Irak-Krieg hinterließ jüngere Spuren im Programm („Nie auf ein Schlachtfeld“) ebenso wie die Jahrhundert-Flut des letzten Sommers („Die Flut“) oder die Wende („Die Mauer“).

So arbeiteten Monster & Co. zielorientiert und strebsam auf den Auftritt des großen Meisters zu. Und als der dann die Apfelbaum-Geschichte von Cäsar borgte und abermals die Rose ehrte, sich Trompeten mit Saxophonen duellierten und der Schweiß von den Gitarrensaiten rann, grummelte Christian „Kuno“ Kunert mit Whiskey-Stimme ins Mikro: „Da steckt noch ganz schön was drin in den alten Knochen“. Mindestens ein Sack voller Erinnerungen, aufgefüllt mit der sicheren Überzeugung: Es gibt keine Rocker-Rente, nur einen Rocker-Himmel. KATJA MÜLLER (28.07.2003)
Viel Kraft in alten Knochen
[Ostsee-Zeitung]
© 2002-2009 RENFT · Klaus Renft Combo & NADV - Alle Rechte vorbehalten!
Produktion/Redaktion: ABELNET internet company